Versöhnung

Das Sakrament der Versöhnung (Beichte)

Es ist schön, zu denken, dass wir ein Sakrament haben, das die Wunden unserer Seele heilt. (Johannes Maria Vianney, der hl. Pfarrer von Ars)
Wir bringen täglich unsere Haare in Ordnung – warum nicht auch unsere Seele?  (aus Indien)
„Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium.“ (Markusevangelium 1,15)

  • Wenn Sie ein offenes Ohr brauchen ...
  • Wenn Sie ein Problem bedrückt ...
  • Wenn Sie Ihr Herz ausschütten wollen ...
  • Wenn jemand mit Ihnen oder für Sie beten soll ...
  • Wenn Sie Trost brauchen ...
  • Wenn Sie einen seelsorgerlichen Rat brauchen ...
  • Wenn Sie der Versöhnung bedürfen ...
  • Wenn Sie Gottes Vergebung hören möchten ...

Beichtgespräche mit einem Priester sind ab 17 Uhr jeden Samstagabend vor der Vorabendmesse in der Propsteikirche St. Lamberti, Horster Str. 7, möglich. Oder vereinbaren Sie mit einem Priester einen Termin für ein persönliches Beichtgespräch.

Beichte – Licht für die Seele

Viele gehen nicht mehr zur Beichte. Aus verschiedensten Gründen. Da ist der Trugschluss, man habe nichts zu bekennen, die Angst, sich seinen dunklen Seiten zu stellen oder einfach Bequemlichkeit. Der eigentliche Grund aber liegt meist in der Unkenntnis dessen, was Beichte ist, und dass sie wirklich heilen und glücklich machen kann.


Das Sakrament der „Versöhnung mit Gott“, wie die Beichte auch genannt wird, ist ja nicht (nur) eine Selbstanklage, sondern ein Sich-Öffnen für Gott, für die Liebe. Wir legen Gott unser verwundetes Herz, unseren Schmerz über unsere Unvollkommenheiten, unsere Süchte und Lieblosigkeiten vor und bitten ihn, uns zu heilen durch den Segen des Priesters. Es geht wirklich nicht darum, irgendeinem Menschen zu bekennen, wie schlecht wir sind, sondern immer darum, unsere Schwachheit vor Gott zu tragen, ihn als Arzt und Retter um Hilfe zu bitten. "Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten", sagt Jesus (Markusevangelium 2,17). Und er möchte uns helfen, er möchte uns heilen. Bei der Beichte erwartet uns daher nicht Strafe und Anklage, sondern Befreiung, Erlösung, Neubeginn.


Es ist der Glaube: Gott kann mich heilen. Verzeihen, Neuanfang schenken, das kann nur Er, der uns geschaffen hat, der unser Vater und Mutter ist und der uns mit all seiner Zärtlichkeit, mit all seiner Liebe sagt: „Deine Sünden sind dir vergeben! Ich helfe dir, neu zu beginnen.“

Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben
Dass Gott uns seine Barmherzigkeit durch den Dienst der Kirche im Sakrament der Beichte schenkt, ist biblisch begründet. Gott wollte, dass es so geschieht: „Jesus trat in die Mitte seiner Jünger und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch ... Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben" (Johannesevangelium 20,22–23). Der Priester hat die Vollmacht, kraft seiner Weihe im Namen Gottes und der Kirche von Sünden loszusprechen. Ein Geschenk, das jeder und jede Gläubige in Anspruch nehmen kann.

Für Gott ist keine Sünde zu groß
In einer ehrlichen Gewissenserforschung hilft uns die Beichte, unser Leben und unseren Zustand zu überdenken. Sie hilft uns, ehrlich und kritisch gegenüber uns selbst zu sein und unsere Sünden zu sehen. Aber keine Angst: „Wären eure Sünden auch rot wie Scharlach, sie sollen weiß werden wie Schnee“ (Jesaja 1,18). Für Gott ist keine Sünde zu groß. Er umarmt, wer zu ihm kommt und bereut – so wie der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn verzeiht, ohne einen Vorwurf auszusprechen.

Sünde ist ... zu wenig Liebe (ein möglicher Beichtspiegel)
Nicht, dass mir Menschen unsympathisch sind, ist Sünde, sondern wenn ich deswegen ungerecht über sie urteile, wenn ich sie diskriminiere oder verachte.

Nicht, dass ich Kritik an anderen Menschen übe, ist Sünde, sondern wenn ich es vorschnell oder lieblos tue, wenn ich andere herabsetze oder verletze.

Nicht, dass Neid, Schadenfreude oder Zorn in mir hochkommen, ist Sünde, sondern wenn ich mich diesen Gefühlen nicht widersetze, wenn ich sie nicht zu überwinden versuche, wenn ich mich in meinem Handeln davon leiten lasse.

Nicht, dass ich auf meinen Rechten bestehe, ist Sünde, sondern wenn ich dabei die Rechte anderer missachte, wenn ich rücksichtslos und hartherzig bin.

Nicht, dass ich über andere Rede, ist Sünde, sondern wenn ich gedankenlos oder gehässig Schlechtes von anderen erzähle und so ihrem Ruf schade.

Nicht, dass ich die schönen Dinge dieses Lebens genieße, ist Sünde, sondern wenn ich dabei meine Pflichten vernachlässige, wenn ich unersättlich, unmäßig und undankbar bin.

Nicht, dass ich sexuelle Wünsche und Regungen verspüre, ist Sünde, sondern wenn ich andere Menschen als Objekt meiner Begierden missbrauche.

Nicht, dass ich in Wohlstand lebe, ist Sünde, sondern wenn er zu meinem Ein und Alles wird, wenn ich nicht mehr teilen kann, wenn ich kein Herz mehr für andere habe.

Nicht, dass ich in manchen Situationen schweige, ist Sünde, sondern wenn ich dort schweige, wo andere erniedrigt, verleumdet oder Opfer von Lügen werden.

Nicht, dass ich in Konflikte und Auseinandersetzungen gerate, ist Sünde, sondern wenn ich ständig Streit vom Zaun breche, wenn ich nicht auf andere höre und nicht auf sie eingehe, wenn ich unversöhnlich bin.

Nicht, dass mir das Beten nicht immer gelingt, ist Sünde, sondern wenn ich es gar nicht mehr versuche, wenn mir für Gebet und Gottesdienst die Zeit zu schade ist.

Nicht, dass mich manchmal Glaubenszweifel überkommen, ist Sünde, sondern wenn ich mich nicht ernsthaft über den Glauben informiere, wenn mir Gott gleichgültig ist.

Nicht, dass ich mich darum bemühe, meine Zukunft zu sichern, ist Sünde, sondern wenn ich ohne Gott auszukommen meine, wenn ich nicht mehr glaube, dass mein Leben in der Hand Gottes liegt.

„Behandle andere Menschen so, wie du selbst behandelt werden möchtest.“ (Lukasevangelium 6,31)

„Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.“ (Johannesevangelium 13,34f)


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