Burkina Faso (St. Johannes)

MISEREOR-Projektpartnerschaft Burkina Faso

Christen und Muslime: Gemeinsam gegen die Wüste

Ländliches Entwicklungsprogramm im Nordosten Burkina Fasos mit den Schwerpunkten Umweltsanierung, Wasserversorgung und Landwirtschaft

Die Gemeinde St. Johannes unterstützt bereits seit einigen Jahren das oben genannte MISEREOR-Projekt, mit Erlösen aus verschiedenen Aktionen, wie z.B. Gemeindefest, Fastenessen, Adventsbasar. Im Jahr 2016 war Johannes Schaaf vom MISEREOR-Hilfswerk zum Fastenessen in St. Johannes mit weiteren Infos zum Projekt.

Immer häufiger entlädt sich weltweit soziales Elend in blutigen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Religionsgemeinschaften. In der Region Dori im Nordosten Burkina Fasos gibt es ein Gegenbeispiel. Hier haben sich schon 1969 Christen und Muslime zur „Union Fraternelle des Croyants“-UFC (Geschwisterliche Vereinigung der Gläubigen) zusammengeschlossen, um gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, dem erschreckend schnellen Vordringen der Wüste in diesem Sahelgebiet sowie der zunehmenden Wasser- und Nahrungsmittelknappheit entgegenzuwirken. Sie hatten erkannt, dass eine dauerhafte Abhängigkeit von ausländischen Getreidelieferungen ihre Würde zerstört. Dem wollten sie eine aktive Gestaltung ihrer Lebensbedingungen entgegensetzen. Dabei kam es vor allem darauf an zu lernen, mit dem halbtrockenen Klima umzugehen.

In dem semi-ariden (halb-trockenen) Klima fällt zwar in etwa so viel Niederschlag wie in Berlin, allerdings nicht regelmäßig über das Jahr verteilt: Während der achtmonatigen Trockenzeit regnet es überhaupt nicht, und auch während der Regenzeit können die Niederschläge in einer kurzen Zeitspanne fallen.

MISEREOR-Projektpartner in Dori ist die „Union Fraternelle des Croyants de Dori” (UFC), die „Geschwisterliche Vereinigung der Gläubigen von Dori”. Das Besondere an dieser seit 1969 bestehenden Initiative ist, dass sich hier Muslime und Christen gemeinsam engagieren. Christen bilden in Burkina Faso eine Minderheit von 20 bis 25 Prozent der Bevölkerung, in der Region Dori sogar von unter fünf Prozent. Zusammen mit der muslimischen Mehrheit verhindern sie durch eine dem speziellen Klima angepasste Land- und Forstwirtschaft eine weitere Verödung des Landes. Mit sichtbarem Erfolg: Die Auswertung von Luftaufnahmen durch Wissenschaftler der Universität Amsterdam hat ergeben, dass sich die Vegetation in vielen Teilen der Region Dori, die etwa so groß wie das Bundesland Hessen ist, deutlich verbessert hat.

Landflucht gestoppt
Die bisherige Arbeitsbilanz des Projektes zeigt, dass die UFC mit ihrem hohen Engagement den Selbsthilfewillen der Dorfbevölkerung mobilisieren, den bedrohten Lebensraum verbessern und damit den Menschen Hoffnung und eine Zukunftsperspektive geben konnte. Nachweislich wurde nicht nur die Abwanderung junger Menschen in die Städte gestoppt, sondern es kehrten auch Familien zurück, die wegen der Dürresituation aus ihren Dörfern weggegangen waren.

UFC als Friedensfaktor
Im Kontext der auch in Burkina Faso beginnenden Polarisierung zwischen muslimischen Fundamentalisten und anderen Glaubensgemeinschaften spielt die UFC als christlich-muslimische Gemeinschaftsinitiative eine beispielhafte Rolle zum Erhalt des inneren Friedens in der burkinischen Gesellschaft. Und in anderen afrikanischen Staaten kann auf die UFC als tragfähiges Modell für ein beiderseitig vorteilhaftes Zusammenleben und -arbeiten verschiedener Religionsgemeinschaften verwiesen werden.

Zur Website des MISEREOR-Projekts

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