Kinder in Rio (St. Johannes)

Kinder in Rio e.V.
(bis zum Jahr 2013: „Kinderdorf Rio e.V.“)
setzt sich auf Grundlage des christlichen Menschenbildes ein für die Rechte und Zukunft von Kindern, Jugendlichen und deren Familien im Bundesstaat Rio de Janeiro in Brasilien. Unsere große Stärke ist eine über lange Jahre gewachsene Zusammenarbeit mit Vereinen und Initiativen vor Ort.

Nach Gründung des deutschen Vereins „Kinderdorf Rio e.V.“ in Oberhausen Osterfeld im Jahr 1967 durch den Spiritanerpater Hermann Josef Wüste und einer Gruppe engagierter Christen der „action 365“ wurde 1968 der brasilianische Partnerverein „Aldeia da Crianca Alegre“ in Nova Friburgo/RJ ins Leben gerufen. Nur mit einem starken Partner vor Ort, ist erfolgreiche und nachhaltige Hilfe möglich! Wichtig ist uns, dass dies auf Augenhöhe geschieht. Seit dieser Zeit arbeiten wir gemeinsam für notleidende Kinder und Jugendliche, setzen uns ein für die Verbesserung der Lebenssituation der Kinder „von der und auf der Straße“. „Aldeia da Crianca Alegre“ hat heute drei Niederlassungen, und zwar in Nova Friburgo, Rio de Janeiro und Petropólis. Der deutsche Verein „Kinder in Rio e.V.“ versteht sich als Arbeitsgruppe und Partner der brasilianischen Vereine in Solidarität mit und zur gemeinsamen Unterstützung von hilfsbedürftigen Kindern, Jugendlichen und deren Familien im Bundesstaat Rio de Janeiro.

Zu Beginn unserer Arbeit lag das Hauptaugenmerk auf der Arbeit in Kinderdörfern. Solch ein Kinderdorfbetrieb war jedoch nach einer brasilianischen Gesetzesänderung nicht mehr möglich. Heute liegt der Schwerpunkt unserer Arbeit auf der Unterstützung hilfsbedürftiger Familien durch persönliche Begleitung, Familienzentren und die Projekte „Portas Abertas“ – Bildungs- und Begegnungsstätten. Ziel unserer Arbeit ist es, Kindern, Heranwachsenden und ihren Familien in Risikosituationen zu helfen und ihnen durch Hilfe zur Selbsthilfe langfristig eine bessere Zukunft zu bieten.

In Deutschland fördert der Verein „Kinder in Rio e.V.“ das Bewusstsein für die Situation benachteiligter Kinder, Heranwachsender und ihrer Familien in Brasilien durch entsprechende Informationen. Auf diese Weise leisten wir einen Beitrag dazu, dass immer mehr Menschen sich der gegenseitigen Verantwortung in einer globalisierten Welt bewusst werden.

Art der Unterstützung des Vereins durch die St.-Johannes-Gemeinde:

  • finanzielle Hilfe durch Erlöse aus verschiedenen Aktionen, wie z.B. Gemeindefest, Fastenessen, Adventsbasar
  • handwerkliche Hilfe vor Ort in Brasilien durch Gemeindemitglieder

Weiterführende Links:

http://www.kinderinrio.de

Auszüge aus einem Interview von Pastor Rücker mit Nora,
einer Teilnehmerin des Weltjugendtages 2013 in Brasilien zu ihrer Sozialarbeit beim Kinderdorf Rio

Pastor Rücker: Nora, Sie waren beim Weltjugendtag in Brasilien. War das ihr erster Weltjugendtag?
Nora: Nein, ich habe auch 2005 in Deutschland teilgenommen, aber die Erfahrungen waren diesmal doch ganz andere…

Pastor Rücker: Zuerst einmal: Wie waren Sie denn dort untergebracht?
Nora: Das Bistum beschloss, seinen Kooperationspartner „Kinderdorf Rio e.V.“ mit einzubinden. Wir haben eine Woche im Gästehaus gewohnt und auch 2 Tage gearbeitet, dann den Jugendtag besucht. Zum Abschluss hatten wir dann noch einen Arbeitseinsatz in Centenário in den Bergen im Kinderdorf.

Pastor Rücker: Das heißt also, die Gäste haben während ihres Aufenthaltes auch soziale Aufgaben übernommen?
Nora: Ja, genau. Und es war sehr schön, eine gemeinnützige Aktion hautnah zu erleben und zu sehen, was wirklich vor Ort passiert, und es ist noch faszinierender, wenn man selbst in die Arbeit eingebunden ist. Wir haben in der ersten Woche in einem Kindergarten in einer Favela gearbeitet und ihn renoviert. Es war für mich ein berührender Eindruck zu sehen, was „Kinderdorf Rio e.V.“ vor Ort leistet.

Und vor allem auch, wie die Menschen dort Kirche und Glauben leben: Wir beten Gott an, dort feiern die Menschen Gott!! Das sieht man schon daran, dass die Messen dort zwei Stunden dauern und in toller Atmosphäre und mit viel Stimmung im wahrsten Sinne des Wortes „gefeiert“ werden. Und wir Gäste wurden sehr herzlich aufgenommen und integriert.

Pastor Rücker: In den Messen konnten also zumindest lose Kontakte zu anderen geknüpft werden. Gab es noch andere Gelegenheiten, Außenkontakte  aufzubauen?
Nora: Im Kinderdorf schon, aber Familienanschluss gab es keinen. Natürlich haben wir Mitarbeiter und andere Jugendliche kennengelernt. Aber diese Kontakte wurden nicht „mitgenommen“ nach Hause.

Pastor Rücker: Zur Fußball-WM 2014 sollte ja auch in den Favelas vieles zum Guten verändert werden. Haben Sie davon bei Ihrem Aufenthalt schon etwas bemerken können.
Nora: Der Kindergarten, in dem wir geholfen haben, lag in einer Favela. Dort herrschten Zustände, die hier nicht akzeptiert würden, die gar nicht denkbar wären, vor allem unter Sicherheitsaspekten. Trotz allem hat man aber schon gesehen, dass sich etwas ändert. Es gibt in den befriedeten Armenviertel z.B. nun einige asphaltierte Straßen.

Aber auch diese Eindrücke gehören zu meinen Erinnerungen und Eindrücken, die sehr vielfältig waren – unter kulturellen, sozialen und spirituellen Aspekten. Es war eine unbeschreiblich reiche Zeit und der Wunsch zurückzukehren und auch wieder zu helfen ist auf jeden Fall da.

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info@sankt-lamberti.de

 

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