historie

Von den geschichtlichen Ursprüngen des kirchlichen Lebens in Gladbeck

Der alte Bettensche, später Kückelmannsche Hof,
der auf dem Gelände stand, auf dem heute
das Gemeindezentrum St. Johannes steht.

Die offizielle Geschichte von St. Johannes zu Gladbeck begann schon vor dem Jahre 1954 mit der Weihe der St.-Johannes-Kirche und der Erhebung des Seelsorgebezirks St. Johannes zum seelsorglich selbständigen Pfarrektorat. Sie begann nämlich am 4. August 1952, als der Kirchenvorstand der Mutterpfarrei St. Lamberti die Grenzen der künftigen Pfarrei markierte und beschloss, einen Architekten-Wettbewerb für die künftige St.-Johannes-Kirche auszuschreiben.

So ist die Geschichte der St.-Johannes-Gemeinde eng mit der Geschichte der St.-Lamberti-Gemeinde verbunden, die zurück reicht bis zu den Anfängen der Kirche in Gladbeck. Hierzu macht der Kirchenhistoriker Professor Eduard Hegel einige Angaben. Er bringt am Anfang seines im Jahre 1960 erschienenen, schon lange vergriffenen Buches „Kirchliche Vergangenheit im Bistum Essen“ ein Kapitel über „Das Pfarrsystem am unteren Hellweg und im westlichen Sauerland — seine Entstehung und Entwicklung im Mittelalter“, in dem er zunächst über die Urpfarreien berichtet (Xanten, Werden usw.) und dann über die erste Ausbauphase des Pfarrsystems etwa von 900 — 1100, und zwar auch im Raum nördlich der Emscher.

Hier soll das zitiert werden, was über St. Lamberti zu Gladbeck gesagt wird; und — weil St. Johannes an der Buerschen Straße liegt — was über St. Urbanus in Buer berichtet wird:

„Nördlich des Essener Bezirks sind in diesem Zeitraum Gladbeck, Buer, Sterkrade, Osterfeld und Bottrop zu nennen. In Gladbeck ist ein bereits im 9. Jahrhundert erwähnter Hof mit großer Wahrscheinlichkeit in der Hand des Königs. Spätestens nach der Jahrhundertwende ist aber der Kölner Erzbischof im Besitz von Hof und Kirche, denn schon vor 1020 hat sie der Erzbischof an die Abtei Deutz geschenkt. Die Kultzeit des Kirchenpatrons, des hl. Lambert, zwingt uns, die Frage, ob die Gladbecker Kirche im 9. oder im 10. Jahrhundert entstanden ist, offen zu lassen. Da sie zum mittelalterlichen Dekanat Dortmund gehörte, dürfte sie eine Abpfarrung von der älteren Pfarrkirche in Recklinghausen sein. Als Tochterkirche von Gladbeck gilt Buer. Sie ist Anfang des 11. Jahrhunderts im Besitz des Kölner Erzbischofs und wird von diesem 1032 der Abtei Deutz geschenkt. Das Urbanuspatrozinium von Buer scheint nicht ursprünglich zu sein, sondern dürfte auf die Deutzer Mönche und ihre dortige Urbanuspfarrkirche zurückzuführen sein; diese Kirche ist 1003 urkundlich, das Patrozinium allerdings erst 1147 erwähnt …“ Der Erzbischof von Köln war es auch, der vom 12. Jahrhundert bis zur sogenannten Säkularisation im Jahre 1803 Landesherr des Vestes Recklinghausen und damit auch von Gladbeck war. Der erste geistliche Landesherr des Kirchspiels Gladbeck war Erzbischof Philipp von Heinsberg (1167 — 1191) und der letzte geistliche Landesherr Kurfürst Maximilian Franz von Habsburg (1756 — 1801), Erzbischof von Köln und Bischof von Münster.

Das historisch und menschlich Verbindende geht von diesen gemeinsamen Wurzeln kirchlichen Lebens aus durch die Jahrhunderte. Bis hinein in die kirchliche Architektur, in der wir heute noch leben. Die St.-Urbanus-Kirche in Buer und die St.-Lamberti-Kirche in Gladbeck sind von demselben Architekten gebaut: vom Kölner Dombaumeister Hertel (ebenso wie übrigens St. Hippolytus in Horst, St. Pankratius in Osterfeld und die Liebfrauenkirche in Bottrop).

Zu den Vorgängerbauten der heutigen neugotischen St.-Lamberti-Kirche heißt es in der 1974 erschienenen Festschrift zum 75. Jahrestag der Kirchweihe dieser Kirche (S. 27): „Es ist selbstverständlich, dass diese alte Pfarrgemeinde alle Jahrhunderte hindurch über eine Kirche verfügte. Von den Vorgängerinnen unserer heutigen Lambertikirche sind nur zwei bekannt: von 1804 — 1897 eine einschiffige und fünfjochige barocke Hallenkirche mit einer beschieferten Zwiebelturmhaube. Sie war von 1797 — 1804 von dem Mülheimer Baumeister Kleinhaus erbaut worden. Die lange Bauzeit von sieben Jahren ergab sich zwangsläufig durch mehrere Unfälle (1798 Zusammenbruch des Mauerwerks am Chor und 1799 totaler Zusammenbruch des bereits mit einem Helm versehenen Turmes). Von dieser Kirche gibt es noch mehrere Zeichnungen und Fotos.

Vom 13. Jahrhundert bis 1797 bestand eine dreischiffige und dreijochige Hallenkirche im romanischen Stil. Von ihr wissen wir durch Aufzeichnungen und Handskizzen des Pastors Theodor Enbergs (1833 — 1876). Die Aufzeichnungen und Handskizzen sind heute nicht mehr im Pfarrarchiv vorhanden, vermutlich sind sie 1897 als Beigaben zur Urkunde über die Grundsteinlegung der heutigen Lambertikirche mit eingemauert worden. Von Art und Aussehen der noch früheren Kirchen, die zweifellos vorhanden waren, ist uns nichts überliefert worden.

Zur Geschichte des Planes, im Osten Gladbecks und der Lambertipfarrei eine Kirche zu bauen, hat Rektor i. R. Bernhard Tubes, langjähriger 1. Vorsitzender des Pfarrausschusses (des Vorgängers des Pfarrgemeinderates) von St. Johannes, einige interessante Notizen gemacht: „Was der münstersche Bischof Johannes Poggenburg schon 1913 bei der Einweihung der Johannesschule an der Berliner (heute Bülser) Straße gefordert hatte, in diesem östlichen Teil der St.-Lamberti-Gemeinde eine Kirche zu errichten, konnte erst 1952 bis 1955 verwirklicht werden. Der erste Weltkrieg, die folgende Inflationszeit nach diesem verlorenen Kriege, die beginnende Arbeitslosigkeit, die Zeit des Nationalsozialismus, der zweite Weltkrieg mit seinen politischen und wirtschaftlichen Folgen hatten den Bau einer Kirche in Gladbeck-Ost immer weiter hinausgezögert. Bischof Michael Keller von Münster griff den alten Plan wieder auf und drängte auf seine Verwirklichung …“ Anlässlich einer Visitationsreise wählte er das Gelände an der Ecke Buersche und Berliner (heute Bülser) Straße für den Bau der neuen St.-Johannes-Kirche aus. Es war dies das Gelände „des alten kirchlichen Lehnshofes Bette. In den siebziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts kaufte ein Kückelmann von der Löchterheide in Buer diesen Hof. In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts ging er für RM 125.000,— in das Eigentum der Zeche ,Graf Moltke‘ über. Im Jahre 1913 brannte der Hof völlig ab. Im Tauschwege ist der ganze Komplex später in das Eigentum der Pfarrgemeinde St. Lamberti gekommen.“ Vor allem dieses Grundstück und ein Betrag von rund DM 60.000,— für den Kirchbau waren gewissermaßen die Mitgift der St.-Lamberti-Gemeinde für ihre Tochtergemeinde St. Johannes.

Kirchenvorstandsbeschluß in St. Lamberti und Gründung eines Kirchbauvereins für St. Johannes

Mit dem Beschluß des Kirchenvorstandes von St. Lamberti und der Entscheidung im Architekten-Wettbewerb für das neue Gotteshaus im Sommer 1952 waren die Weichen gestellt zur Gründung der neuen Pfarrei St. Johannes in Gladbeck-Ost. Zu diesem Zweck fand am 4. Dezember 1952 in der Gaststätte Tenbrink unter Leitung von Pfarrer Heiermann eine Versammlung statt. Die noch heute vorhandene Anwesenheitsliste verzeichnet rund 50 Namen. Die Versammlung begrüßte die Gründung des neuen Seelsorgebezirkes, machte eine Reihe wichtiger Vorschläge, aber auch kritische Anmerkungen, so z.B. zur vorgeschlagenen Grenzziehung. Mit der schwierigen Aufgabe der Durchführung des Kirchbaus und der gleichzeitigen Bildung einer neuen Pfarrgemeinde wurde Herr Vikar Kramme betraut. Ein halbes Jahr später kam es dann zur Gründung eines Kirchbauvereins. Bei seiner ersten Versammlung stellte sich auf Wunsch der 117 Anwesenden Stadtamtmann Heinrich Ebbing für die Organisation und Verwaltung der Spenden zur Verfügung. Die erste Sammlung im Juli 1953 brachte bereits 1.517,38 DM. Im gleichen Monat wurde durch den damaligen Dechanten, Propst Wenker, der Grundstein der neuen Kirche gelegt, die mit Glockenturm und Verbindungstrakt zwischen Kirche und Turm (gedacht als provisorisches Jugendheim) mit 310.000,— DM veranschlagt worden war. Am 19. November des gleichen Jahres wurde der Neubau gerichtet.

Weihe der St. Johannes-Kirche — Pastor Kleinebrink und seine Helfer

Das Jahr 1954 brachte die offizielle Gründung der neuen Rektoratsgemeinde St. Johannes. Kaplan Kramme hatte das Fundament dafür gelegt. Er wurde aber im Sommer nach Epe versetzt. Für ihn beauftragte Bischof Michael Keller von Münster Vikar Josef Kleinebrink, die Aufgabe zu vollenden. Am 27. September 1954 wurde er zum Rektor ernannt mit der Amtsbezeichnung Pastor, am 1. Oktober 1954 wurde St. Johannes selbständiges Rektorat, am 23. und 24. Oktober 1954 fand die Kirchweihe durch Weihbischof Heinrich Baaken statt. „Der Altar ist aufgestellt . . . ., somit ist der Mittelpunkt der Kirche bereitet, damit das erste heilige Meßopfer auf dem Altar gefeiert werden und Christus der Herr einziehen kann in das Zelt Gottes unter den Menschen“, kündigt die Kirchenzeitung dazu an. Am zweiten Tag der Kirchweihe feiert der neue Pastor unter Assistenz des Weihbischofs die erste heilige Messe in St. Johannes.

Das Gotteshaus war fertig und — zehn Kirchenbänke standen da! Aber vom Meßdienerglöckchen, von Altartüchern, vom Evangelienbuch und Weihrauchfäßchen bis zur Orgel, zur Wohnung des Pfarrers und zum Jugendheim reichte noch die Liste der Wünsche. Aber für ihre Verwirklichung wuchs die Zahl der Gläubigen, die sich dafür verantwortlich fühlten, stetig. Bereits drei Monate vor der Einweihung der Kirche hatten sich auf Vorschlag von Frau Tubes und unter der Leitung von Schwester Lambertine vom Vinzenzheim einige Frauen in einer Paramentengruppe zusammengefunden, um kirchliche Gewänder herzustellen. Am Tage der Kirchweihe wurden in einer Ausstellung fünf Meßgewänder mit den dazugehörigen Stolen, Kelchtüchern, Meßdienerröcken usw. gezeigt. Die Jugend stellte schon zum ersten Weihnachtsfest eine selbstgearbeitete Krippe aus Ton in der Kirche auf. Über die zahlreichen Sach- und Geldspenden führte Herr Ebbing sorgfältig Buch. Auch der persönliche Einsatz ungezählter Mithelfer muß erwähnt werden. Stellvertretend für alle seien einige Namen genannt: In der zunächst primitiv eingerichteten Sakristei versah mit großer Sorgfalt Schwester Bertrandis den Küsterdienst. Sie feierte im Jahr 1978 das Fest ihres 60jährigen Ordensjubiläums. Für die Meßdienerausbildung, zur Betreuung der Jugend und für den Küsterdienst am Sonntag hatte Pastor Kleinebrink Karl Berger gewonnen. Er und seine Freunde, zusammen mit Eugen Alfs kümmerten sich auch um die Sauberkeit und gärtnerische Pflege des Kirchengeländes.

Bei der Feier der Liturgie spielte Cäcilia Bambeck das Harmonium, auch Wilhelm Ross half aus. Cäcilia Bambeck brachte eine Schola zum Choralsingen. Paul Hollstegge sorgte dafür, daß schon Weihnachten 1954 die Liturgie durch Psalmengesang und mehrstimmige Sätze gestaltet wurde. Die Elisabeth-Konferenz leitete seit 1954 Frau Maria Ebbing. Und Monat für Monat sammelten die Helfer des Kirchbauvereins. Übrigens erbrachte die Kirchbau-Kollekte im Weihnachtsgottesdienst DM 388,40. Täglich neu gab Pastor Kleinebrink sich Mühe, die Gemeinde für seine Vorstellungen von Gottesdienstgestaltung, Gemeindebildung und Zusammenarbeit zu gewinnen. Nach einem halben Jahr bekam er hauptamtliche Unterstützung. Der Bischof schickte zum 1. April 1955 den Neupriester Helmut Holländer als Kaplan und Frl. Klara Fenker als Seelsorgehelferin in die junge Gemeinde. Was konnte für die Aufbauarbeit wirksamer sein als der Einsatz junger Leute? Endlich konnten sich Standesvereine und engagierte Gruppen bilden und arbeiten. Der Religionsunterricht in den Schulen wurde geordnet. Die mustergültig gestalteten Gottesdienste überzeugten immer mehr Gläubige von der Bedeutung der neuen Pfarrgemeinde, ihres Pfarrers und seiner Helfer.

Laienengagement: 1.Pfarrkomitee, 1.Pfarrfamilienfest, 1.Fronleichnamsprozession und Orgelweihe

Nicht nur in St. Johannes, sondern allgemein in der Kirche war inzwischen das Bewußtsein von der Bedeutung der Laien gewachsen. Der Bischof hatte empfohlen, in der Gemeinde Laien zur Mithilfe bei der Seelsorgearbeit heranzuziehen. Aber auch ohne diese ausdrückliche Aufforderung war unter dem Einfluß von Pastor Kleinebrink der Wunsch engagierter Christen nach solch einer Zusammenarbeit laut geworden. Schon 1956 wurde in St. Johannes ein Pfarrkomitee gebildet. Die Vorsitzenden und Vertreter der Vereine kamen auf Vorschlag von Pastor Kleinebrink zusammen, um über Probleme der neuen Pfarrei zu beraten. Sie wählten Rektor Tubes zum Vorsitzenden dieses Komitees. Sie halfen dem Pastor bei Entscheidungen, die von allgemeiner Bedeutung waren, organisierten Pfarrfeste und entschieden über die Verwendung der Mittel des Kirchbauvereins. Es gab ja in St. Johannes noch keinen Kirchenvorstand. Für die finanziellen Probleme war immer noch der Kirchenvorstand von St. Lamberti zuständig, was Herrn Ebbing zwang, manche eilige Entscheidung in eigener Zuständigkeit zu fällen. Kartei und Kirchenbücher führte in der Sakristei ehrenamtlich Heinrich Kellenter, später Wilhelm Riepe. Überall spürte man die Unzulänglichkeit, daß eine solch große Gemeinde nicht im vollen juristischen Sinne Pfarre und Kirchengemeinde war. Das größte Hindernis für die endgültige Erhebung des Pfarrektorats zur Pfarrei war die Tatsache, daß der zukünftige Pfarrer noch nicht in der Pfarre wohnte. Trotzdem wurde das wachsende Gemeindebewußtsein bei mancher Gelegenheit sichtbar. Im Februar 1956 feierte die Jugend das erste Karnevalsfest. Im Mai traf die Madonnenstatue ein, die der Künstler Heinrich Jordans aus Rheydt angefertigt hatte. Die erste Fronleichnamsprozession war die große Bewährungsprobe für das in eineinhalb Jahren gewachsene Bewußtsein, daß alle sich für die Gemeinde einsetzen müßten. Da wurden Fahnen genäht, Chorsätze geprobt, der Prozessionsweg ausgesucht (es sollte nach „Korea“ gehen, wie die Moltke-Siedlung südlich der Ringeldorfer Straße im Volksmund hieß), die Altäre errichtet, Lieder und Texte ausgesucht und vervielfältigt usw. Der Fronleichnamstag wurde zu einem freudigen und eindrucksvollen Erlebnis für die ganze Gemeinde.

Im Oktober des gleichen Jahres feierte die ganze Gemeinde im Kolpinghaus das erste Pfarr-Familienfest aus Anlaß des zweiten Jahrestages der Kirchweihe. Von Samstag bis Montag gab es verschiedene Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Das frohe Ereignis hatte sowohl einen religiösen wie auch einen materiellen Zweck. Der Reinerlös von 3.859,29 DM wurde für die bestellte Orgel und als Grundstock für ein Jugendheim genommen. Die beiden Räume im Turm hatten sich für die Jugendarbeit bald als zu klein erwiesen. Christi Himmelfahrt 1957 war der Tag der Orgelweihe. Vikar Außmann hatte die Register ausgesucht für zwei Manuale und ein Pedal. Es handelt sich um eine Schleifladenorgel mit mechanischer Traktur. Gebaut hat sie die Firma Breil aus Dorsten für gut 40.000,— DM. Studienrat Bernhard Weiß ließ sie im Weihegottesdienst zum ersten Mal erklingen mit dem Werk: „Veni creator spiritus“ von Hermann Schröder. Am Nachmittag war eine kirchenmusikalische Andacht mit dem Kirchenchor unter Leitung von Paul Hollstegge und mit Heinz Küper, dem Organisten von St. Lamberti an der Orgel. Ein Zeitungsreporter vermerkte in seinem Bericht u. a.: „. . . außerdem ein bemerkenswert gepflegter Gemeindegesang“.

St. Johannes selbständige Pfarr- und Kirchengemeinde

Endlich konnten am 17. September 1957 Pastor Kleinebrink und Kaplan Holländer in das neue Pfarrhaus einziehen. Damit war eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen, dass St. Johannes selbständige Pfarre und Kirchengemeinde wurde.

Die kirchen- und staatskirchenrechtlichen Regelungen und Verhandlungen zogen sich noch einige Monate hin, bis am 19. Oktober 1958 St. Johannes selbständige Pfarrei und Kirchengemeinde und Pastor Kleinebrink Pfarrer wurde. Beim Festakt aus diesem Anlaß sagte Dechant Wehrheit: „St. Johannes ist nicht nur eine Pfarre von heute und von morgen, sondern von übermorgen.“ Er sprach damit humorvoll an, welches Bild sich katholische Christen in Gladbeck inzwischen von St. Johannes gemacht hatten, je nach dem Grad ihrer Fortschrittlichkeit oder Unbeweglichkeit. In St. Johannes hatte man offensichtlich die Zeichen der Bewegung in der Kirche erkannt. Was das Konzil vor allem in der Liturgie an Neuerungen brachte, wurde in St. Johannes bereits als Selbstverständlichkeit gesehen. Der Chronist ist fast geneigt, scherzhaft zu sagen, das Jahr 1958 ist ein kirchengeschichtlich bedeutsames Jahr. Es ist das erste Jahr des Pontifikats von Papst Johannes XXIII. und das erste Jahr der Selbständigkeit der Pfarre St. Johannes in Gladbeck.

Die Zeit bis zur Gegenwart muss noch redaktionell überarbeitet werden und wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.

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