Orte und Projekt

Orte und Projekte - Kirche der Zukunft in Gladbeck

Die katholische Kirche im Bistum Essen und somit auch die Pfarrei St. Lamberti in Gladbeck stehen vor einer großen Veränderung: sinkende Zahlen an Katholikinnen und Katholiken, Mangel an pastoralem Personal, erhebliche Finanzeinbußen, Rückstellungen für Gebäude. Diese Faktoren werden in absehbarer Zeit zu gravierenden Veränderungen in der pastoralen Arbeit führen. Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck hat deshalb alle Pfarreien beauftragt, sich dieser Situation in Pfarreientwicklungsprozessen zu stellen. 

Auf der Grundlage des Leitbildprozesses (2012) und der Entwicklung eines Pastoralplans (2013 wurde ein neues Pfarreientwicklungskonzept erarbeitet. Dieses Konzept berücksichtigt die pastoralen, demographischen, betriebswirtschaftlichen und kirchlichen Daten gleichermaßen. Das Ergebnis des Prozesses ist eine umfassende Rahmenplanung für die pastorale und wirtschaftliche Entwicklung der katholischen Kirche in Gladbeck bis 2030. 

Was sind künftig Orte des katholischen Lebens in Gladbeck, an denen die Aufgaben der Kirche erfüllt werden können? Entscheidend anders ist der neue Blick auf kirchliches Leben in unserer Stadt, das sich an verschiedenen Orten (nicht nur in Kirchen) und in Projekten ereignen wird. Damit löst sich die neue Ausrichtung von der bisherigen territorial verfassten Gemeindestruktur. Aktuelle Beispiele für Projekte in unsrer Pfarrei sind das Web-Radio „ruhrlife“, die „Schola Canentium“ oder die „Sozialkirche St. Marien“.

Zu Projekten gehört, dass in ihnen etwas Neues angefangen wird. In einem überschaubaren und festgelegten Zeitraum wird eine Idee geplant, umgesetzt und ausprobiert. Am Ende des Projekts wird überprüft, ob das Neue in unseren kirchlichen Alltag als reguläres Element integriert wird. Das bedeutet aber auch, dass nicht von vornherein sicher ist, ob der Versuch gelingt. Projekte können auch Scheitern.

Die Projekte sollen dazu beitragen, dass wir eine „Kirche aus lebendigen Steinen“ bleiben.

Kirche erfüllt ihren Auftrag, wenn sich in den nächsten Jahrzehnten in allen Stadtteilen Frauen und Männer zusammenschließen, die Mitmenschen helfen, den Glauben in die heutige Zeit und in die heutigen Milieus hinein kommunizieren, für das Leben bedeutsame und ansprechende Gottesdienste feiern und in vitalen Gemeinschaften leben. 

Das Hauptanliegen ist die positive Entwicklung der pastoralen Perspektiven für jeden Stadtteil, die in ganz konkreten Projekten vor Ort verwirklicht werden sollen. Kirche der Zukunft soll in Gladbeck eine Kirche in allen Stadtteilen sein und bleiben: nah bei den Menschen und wirksam aufgrund des Evangeliums.

Im Dialog

Seit dem Beschluss des Pfarreientwicklungskonzeptes hat sich einiges getan: Viele Projekte befinden sich bereits auf dem Weg. Projektleitungen sind benannt und erste Projektaufträge sind vom Pfarrgemeinderat und dem Kirchenvorstand beschlossen worden. Auf diesem ersten Stück der Wegstrecke sind neben der Zuversicht auch Fragen und Widerstände aufgetaucht. Sie werden auf unterschiedliche Weise diskutiert.

Um sich gegenseitig zu informieren, auszutauschen und in den Dialog zu treten, hat im Mai 2016 ein Dialogforum stattgefunden. Teilnehmen konnten alle Interessierten. Norbert Lepping vom Dezernat Pastoral des Bistums Essen führte durch den Abend und gab zunächst einen Impuls zum Thema "Pastorales Handeln unter den aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen und den finanziellen Möglichkeiten". Dann folgte eine kurze Rückschau, die den Geist des Pastoralplans und des Pfarreientwicklungskonzeptes vergegenwärtigte. Aus drei Projekten berichteten Vertreter und Vertreterinnen zum Arbeitsstand: Radio Ruhrlife, Kirchort Heilig Kreuz sowie Zukunftskirche St. Marien.

In der anschließenden offenen Diskussion tauschten sich die Teilnehmer zum Stand einzelner Projekte, zum Entwicklungskonzept im Gesamten, zu Fragen, Ängsten, Sorgen und Widerständen aus. Haupt- und Ehrenamtliche der Pfarrei haben die Redebeiträge best möglich protokolliert und zusammengetragen. Das Ergebnis befindet sich in diesem Dokument zum Download. Wir bitten um Verständnis, dass kein Wortlautprotokoll aufgenommen werden kann. Die Beiträge sind thematisch sortiert und einander zugeordnet worden. Gerne können Sie hierzu Rückfragen und Anmerkungen an Herrn Ludger Schollas oder Frau Antonia Gemein richten.

Interessante Webseiten

Propsteipfarrei St. Lamberti          
Humboldtstr. 21
45964 Gladbeck

Tel.: 0 20 43 / 27 99 15
info@sankt-lamberti.de

 

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