Pfarreientwicklungskonzept

Pfarreientwicklungskonzept

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Die sinkende Zahl an Katholiken und die damit einhergehenden erheblichen Finanzeinbußen, der schnelle Rückgang an pastoralem Personal und die Umstellung des Buchhaltungssystems verbunden mit Rückstellungen für Gebäude werden im Bistum Essen in absehbarer Zeit zu gravierenden Veränderungen der pastoralen Arbeit führen. Deshalb hat Bischof Dr. Overbeck die Pfarreien beauftragt, sich dieser Situation in Pfarreientwicklungsprozessen bis zum Jahr 2017 zu stellen und zugleich aufgefordert, bis 2020 mindestens 30% und bis 2030 gar 50% des derzeitigen Haushalts einzusparen. Aufgrund dauerhafter Einnahmen aus Erbpacht werden die Einsparungen für die Pfarrei St. Lamberti nicht ganz so gravierend sein, aber es müssen in der Pfarrei bis 2020 rund 300.000 € (das sind 23%) und bis 2030 rund 500.000 € (das sind 31%) des gegenwärtigen Haushalts eingespart werden. Wenn die Bauvorsorge gemacht wird, kann bereits in diesem Jahr nur durch Rückgriff auf noch vorhandene Rücklagen ein ausgeglichener Haushalt der Kirchengemeinde realisiert werden.

Bereits im Jahr 2012 wurde in der Pfarrei St. Lamberti der Leitbildprozess und ein Jahr später der Pastoralplan entwickelt, an dem über 1.000 Frauen und Männer der Pfarrei mitgearbeitet haben und der Grundlage aller weiteren pastoralen Überlegungen ist. Seit Mai 2014 hat sich eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Pfarrgemeinderats, des Kirchenvorstands und des Pastoralteams gebildet und unter Begleitung des Bistums Essen mit den pastoralen, demographischen, betriebswirtschaftlichen und kirchlichen Daten beschäftigt. Ziel war es, eine umfassende Rahmenplanung für die pastorale und wirtschaftliche Entwicklung der katholischen Kirche in Gladbeck bis 2030 zu erarbeiten. Im Rahmen der Erarbeitung gab es zwei gemeinsame Konferenzen aller Gemeinderäte, des Pfarrgemeinderats und der Pastoralkonferenz. Die erste Konferenz zu Beginn dieses Jahres diente der Information über die bis dahin gewonnenen Erkenntnisse in der Arbeitsgruppe. Im Nachgang waren die Gemeinderäte aufgefordert, sich in Form einer Sozialraumerkundung mit Stadtteilspaziergängen und Gemeindeversammlungen am Prozess zu beteiligen und wichtige Einsichten in die jeweiligen Stadtteile zu ermöglichen. Diese wurden in einer zweiten Konferenz im April präsentiert und gemeinsam pastorale Perspektiven für die jeweiligen Stadtteile überlegt. Stellungnahmen des Stadtverbandes des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), weiterer Gemeinderäte aber auch von Einzelpersonen wurden in die weiteren Überlegungen der Arbeitsgruppe einbezogen. Für die Arbeitsgruppe waren zu allererst pastorale Kriterien unter Berücksichtigung des wirtschaftlich Machbaren ausschlaggebend. Auf die folgenden Kriterien haben wir uns bei der gemeinsamen Konferenz der Gremien im Januar verständigt:

  • Kirchliche Orte in jedem Stadtteil sollen erhalten bleiben, die die Grundfunktionen von Kirche "Mitmenschen helfen", "Glauben kommunizieren", "Gottesdienste feiern" und "Gemeinschaft bilden" erfüllen;

  • es sollen finanzielle Spielräume für pastorale Projekte und pastorales Arbeiten ermöglicht werden;

  • der sinkenden Nachfrage nach Eucharistie (sonn- wie werktags) und nach Sakramentenempfang muss Rechnung getragen werden;

  • alle Gebäuderessourcen sind mit Blick auf die Notwendigkeit hin zu überprüfen.


Am 20. August 2015 wurde der in der Arbeitsgruppe einmütig erstellte Vorschlag den Verantwortlichen aus dem Pfarrgemeinderat und dem Kirchenvorstand vorgestellt und abschließend von den Gremien beraten. In der anschließend durchgeführten getrennten Abstimmung beider Gremien wurde dem Vorschlag als Votum für den Bischof mit großer Mehrheit zugestimmt.

Für die Pfarrei bedeutet dies, dass nach der Genehmigung durch den Bischof der Pfarrei ein Rahmenplan vorliegt, der eine pastorale Perspektive für die kirchliche Entwicklung in jedem Stadtteil Gladbecks aufweist. Damit ergeben sich für die konkrete Ausformung der Pastoral vor Ort neue Aufgaben, die mit dem Pastoralplan abgestimmt einhergehen.

Der Rahmenplan legt verbindlich für die Zukunft fest, welche finanziellen Rücklagen für welche Gebäude kurz-, mittel- und langfristig gebildet werden müssen, und welche Haushaltsmittel für pastorale Projekte zur Verfügung stehen. Damit hilft ein solcher Rahmenplan bei anstehenden Erhaltungsmaßnahmen an Gebäuden leichter Klarheit zu gewinnen. Besonders zu erwähnen ist, dass beim nicht-pastoralen Personal keine betriebsbedingten Kündigungen geplant sind. Im Bereich der Kirchenmusik, beim liturgischen Dienst und im Bereich der Hausmeister und Raumpflege werden frei werdende Stellen aber nicht mehr so umfänglich besetzt werden können. Hier ist zukünftig auch vermehrt ehrenamtliches Engagement notwendig.

Über die Schließung eines Gebäudes gibt der Rahmenplan keine Auskunft. Selbst wenn ein Gebäude mittel- oder langfristig nicht mehr pastoral notwendig ist, muss nach Anschlussoptionen gesucht werden. Dieser Rahmenplan ist eine Einladung an Alle, sich in die nun beginnenden Veränderungen und Projekte einzubringen.


Kontakt für Presseanfragen:

Ludger Schollas, Pastoralreferent
Tel. 0 20 43 / 402 78 28
ludger.schollas@bistum-essen.de

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45964 Gladbeck

Tel.: 0 20 43 / 27 99 15
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